Sprecherin der Jungen Grünen OÖ denunziert von Gewalt bedrohten Welser Journalisten

Islamist bedroht Redakteur mit Verstümmeln, Folter und Umbringen: Andrea Eilmsteiner (Junge Grüne OÖ) erklärt Opfer zum Täter

Erstellt am 14.08.2014 von Florian Machl
Bild: Screenshots aus Facebook

Auszüge aus den Zuschriften von Erwin B.

Der Welser Journalist Christoph B. (27) publiziert im Internet und im Print zu verschiedenen Themen. Normalerweise von regionaler Bedeutung, in jüngster Zeit immer wieder über den Islam. Am 12. August wurde er deshalb via Privatnachricht auf Facebook bedroht. Zum ersten Mal, wie er betont. Erwin B., mutmaßlich Muslim bosnischer Herkunft, zählte dabei auf, was er mit Christoph B., dessen Schwester und Familie zu tun gedenkt. Die Liste reicht von „von Mann zu Mann klären“, „der Schwester Manieren beibringen – der Schlampe die vermutlich nur blasen könne“ über „mit der ganzen Familie im Keller einsperren und tagelang malträtieren“ bis hin zu „Penis abschneiden“. Christoph B. will sich davon nicht einschüchtern lassen und macht das Gespräch öffentlich – ebenso auf Facebook.

Wegen Israel-Flagge: “Selbst schuld”

Während die ersten Reaktionen eher bestürzt klingen, beteiligt sich nach einiger Zeit ein Philipp E. an der Diskussion. Er konstatiert dem bedrohten Christoph B., dass dieser ja selbst schuld wäre. Er würde eine Israel-Flagge auf seinem Profil zeigen, was „hetzerisch“ wäre. Er äußert die Meinung, dass C. den „Shitstorm“ auf seine Person selbst zu verantworten hätte, da er ja hinter Israel stünde.

Bild: Screenshots aus Facebook

Im Gesprächsverlauf wird der Bedrohte öffentlich angefeindet.

Man würde sich zu Recht über den Redakteur aufregen

Nun bringt sich eine Andrea Eilmsteiner in die Diskussion ein und erklärt, dass es sich nur um einen Shitstorm handeln würde, wenn es eine unbegründete Sache wäre. Hier würden sich die Leute aber “zu Recht” (Anm: über C.) aufregen. Außerdem wäre das Veröffentlichen der Kommunikation, in der C. bedroht wurde „unterste Schublade“.

Frau Eilmsteiner ist dabei nicht irgendjemand, sondern die Sprecherin der Jungen Grünen Oberösterreich sowie der Jungen Grünen Wels.

Drohungen wären lächerlich, Publikation illegal

Sie führt im Zuge der insgesamt rund 170 Beiträge umfassenden Diskussion weiter aus, dass sie gedenkt, Erwin B., also der Person welche die Drohungen geäußert hat, eine Kopie der Unterhaltung zukommen zu lassen. Juden wären ihrer Ansicht nach „kein Volk“. Die geäußerten Drohungen gegen C. wären „lächerlich“ und sie dürften auf keinen Fall publik gemacht werden. Erst nach entrüsteten Gegenmeinungen anderer Teilnehmer an der Diskussion äußerte sie die Ansicht, dass „solche Drohungen wahrscheinlich zur Anzeige gebracht werden müssten“, es sich bei der Veröffentlichung durch C. aber um „Verhetzung“ handeln würde.

“Juden sind keine Menschen”

Dubios wirkende, aggressive Personen tauchen auf und veröffentlichen unter anderem Meinungen wie „Halt die Fresse Mann, wenn du Jude bist, schreib nicht.“ und „Juden sind keine Menschen.“

In Reaktion auf die mehrfache Frage, ob Frau Eilmsteiner als Funktionärin der Grünen Jugend auch eine Meinung zur Aussage „Juden sind keine Menschen.“ habe, erreicht den Autor dieses Artikels mit Verspätung eine Privatnachricht.

Bild: Screenshots aus Facebook

Andrea Eilmsteiner (Profilbild Facebook) – will das Opfer der Drohungen wegen “Hassreden” gemeldet haben. Eine klare Antwort auf mehrfache Nachfrage, wie ihre Meinung zur Aussage, “Juden sind keine Menschen” lautet, bleibt sie schuldig.

Eilmsteiner will Opfer wegen Hassreden gemeldet haben

Darin führt Eilmsteiner aus, dass sie „aus der Gruppe ausgetreten wäre und diese wegen Hassreden gegen Religionsgruppen gemeldet hätte“.

Sie hätte damit also das Opfer der Drohungen gegenüber Facebook der Verhetzung beschuldigt und die Sperre seiner Gruppe verlangt. Den Aussagen von Herrn F. (die Person, welche sich mehrfach negativ über Juden geäußert hat) will sie „großen Fremdenhass“ zugeordnet wissen, „der aber nicht auf sein gesamtes Herkunftsland umzumünzen wäre“. Das Herkunftsland von Herrn F. war im gesamten Diskussionsverlauf aber nie ein Thema und ist auch niemandem bekannt.

Weiters schreibt sie wörtlich, dass „weitere schlichtweg haltlose Aussagen über die Grünen“ zu unterlassen wären.

Morddrohung per Telefon

Inzwischen ging bei Christoph B. die erste Morddrohung per Telefon ein. Am 14. August wurde ihm von Erwin B. per Telefon mitgeteilt: „Ich stech dich ab und hetze 100 Leute auf dich“. Christoph B. hat dafür Zeugen. Das Telefon war auf Lautsprecher gestellt. Der Fall geht nun zur Polizei. Man darf auf eine behördliche Reaktion hoffen, bevor die Dinge weiter eskalieren.


Kategorien: NEUESTE, POLITIK

2 Kommentare zu diesem Beitrag.

  1. ähem sagt:

    geh kommt`s – das mädel hat “nur” gesagt, dass JUDENTUM als Religion + STAAT gleichzeitig auf der ganzen Welt (anscheinend) verteilt sind. Gilt für einen Christen der als Österreicher in Kanada weilt, auch das Selbe?

  2. Hannes Meyer sagt:

    Das die Juden bloß eine Religion, aber kein Volk sind, sehen die Juden selbst, übrigens komplett anders. Nur mal so am Rande.

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